Willkommen bei IGEA

Initiative Grundeinkommen Amperland

Die Initiative Grundeinkommen Amperland (IGEA) ist eine überparteiliche Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern der Landkreise Fürstenfeldbruck, Starnberg und Dachau. Sie wirbt um Zustimmung für die Idee eines persönlichen und mindestens existenzsichernden Grundeinkommens für alle Bürgerinnen und Bürger, ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Arbeitszwang. Die Initiative ist offizielles Mitglied des bundesweiten Netzwerks Grundeinkommen.

Wenn Sie Fragen haben oder bei der Initiative mitmachen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Mehr Informationen rund ums Grundeinkommen finden Sie auf der Website www.grundeinkommen.de des Netzwerks Grundeinkommen.

Auch in diesem Jahr findet wieder die Internationale Woche des Grundeinkommens statt. Auf der zugehörigen Website  www.woche-des-grundeinkommens.eu finden Sie zahlreiche Aktionsideen.

Bitte beteiligen Sie sich an der Unterschriftenaktion zum Grundeinkommen. Den aktuellen Stand der Aktion sehen Sie unter www.basicincomeinitiative.eu.

IGEA Blog - Neueste Infos

05.03.2019 01:00 von Harald Buwert

Bedingungsloses Grundeinkommen bei den Cherokee

Die BR-Dokumentation "Bedingungsloses Grundeinkommen bei den Cherokee“ stellt einige Stammesmitglieder vor, lässt sie von ihren Erfahrungen berichten und erzählen, wie sie die Praxis ihres Stammes betrachten - die Praxis, jedem Stammesmitglied halbjährlich Geld aus den Casinogewinnen auszuschütten. Die Per Capita Payments … „Die Prokopf-Prämie ist nur eine eine Fortsetzung der Tradition des Umeinander-Kümmerns … Die Vorstellung, dass alle Gewinne der Gemeinschaft gehören, war schon in unserer Kultur verwurzelt, bevor wir Geld hatten … Wir stehen als Cherokey jetzt auf eigenen Füßen!“ - Seit 1997 erhält jedes Mitglied der indianischen Stammesgemeinschaft „Eastern Band of Cherokee Indians“ den gleichen Anteil an den Einnahmen aus den stammes-eigenen Casinos. Was können uns die letzten 21 Jahre dieser Grundversorgung, das in Form von zwei Schecks im Jahr ausgezahlt wird, über die langfristigen Auswirkungen eines bedingungslosen Grundeinkommens sagen? - Der 10-Minuten-Beitrag des BR: https://www.br.de/mediathek/video/einfach-gut-leben-usa-16-bedingungsloses-grundeinkommen-bei-den-cherokee-av:5bf26ad9e2852b00189ca7b2
Aus dem Bericht auf „Telepolis“: Laut dieser über zwanzig Jahre gehenden Studie … (der Studie Duke University ) ... waren die Auswirkungen überwiegend positiv. Besonders die Ärmsten der Armen haben profitiert, vor allem, wenn das Geld des Stammes sie über die Armutsgrenze gehoben hat. Jugendkriminalität ist gefallen, Drogenprobleme sind gesunken. Statt zu versuchen, sich etwas "Wohlstand", oder zumindest bessere Schuhe, zu stehlen, kann nun das Stammesgeld genutzt werden. Und wer durch das Stammesgeld weniger Sorgen um die Zukunft hat, ist auch allgemein glücklicher und weniger anfällig für Fluchtverhalten wie Drogenkonsum und Glücksspiel. Die Erziehung der Kinder verbessert sich, weil die Eltern schlicht mehr Zeit haben, sich um ihre Kinder zu kümmern, statt einer zweiten Arbeit nachzugehen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt war, dass sich der Zusammenhalt des Stammes gestärkt hat. Das Vertrauen in den Stamm ist gestiegen, und der Auszahlungstag wurde zu einer Art inoffiziellem Feiertag, bei dem die Mitglieder vor der Bank zu einem Stammestreffen zusammenkommen. Und diesseits des Atlantiks? Das Beispiel der Cherokee zeigt, dass ein Grundeinkommen zumindest auf lokaler Ebene funktioniert. Rund 15.000 Cherokee erhalten halbjährlich einen Scheck über genug Geld, um außerordentliche Kosten wie Reparaturen oder notwendige Neuanschaffungen zu bezahlen und zusätzlich ihren Lebensstandard anzuheben - ein Scheck wird außerdem im Dezember ausbezahlt, genau rechtzeitig für Weihnachtsgeschenke. Doch zugleich ist es nicht genug, um davon alleine zu leben, es ist mehr ein Sicherheitsnetz.
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Die-Weisheit-der-Cherokee-4319968.html

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08.01.2019 01:00 von Harald Buwert

Der Laden läuft, wenn nur ein Drittel der Bevölkerung arbeitet

Mit den Sanktionen des Arbeitslosengelds II nimmt man Menschen die Freiheit, "Nein" zu schlechten Arbeitsbedingungen und niedrigen Löhnen/Gehältern zu sagen. Logische Konsequenz: Arbeitgeber drücken die unteren Lohngruppen auf ein Niveau knapp über das ALG II, mit dem Anreiz: "Immerhin mehr als Hartz IV" … Was passiert eigentlich, wenn die Hälfte der Bevölkerung nicht arbeitet? Oder gar zwei Drittel? Dann passiert gar nichts. Denn das ist der Status quo. Laut aktuellsten Daten der Bundesagentur für Arbeit gab es im September 2018 33,4 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Rechnet man die Teilzeitbeschäftigten in Vollzeitbeschäftigte um, und lässt man die sozialversicherungs- und steuerfreien Taschengeld-Minijobs außen vor, finanzieren heute etwa 28 Millionen Vollzeit-Arbeitsplätze fast doppelt so viele Menschen, die nicht arbeiten. Anders ausgedrückt: Der Laden läuft, wenn nur ein Drittel der Bevölkerung arbeitet … Es gibt keine Notwendigkeit, immer mehr Arbeitskräfte in den Markt zu pressen, so lange es nicht nennenswert viele wirklich wichtige offene Stellen gibt, die von angeblichen oder tatsächlichen "Drückebergern" besetzt werden könnten. - Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Arbeitsverweigerer-sind-nuetzlich-fuer-Arbeitnehmer-4262643.html?seite=all

David Graeber über "Bullshit Jobs", einen Kapitalismus, in dem unnötige Arbeit bezahlt wird: „Meistens ist man doch froh, wenn man einen halbwegs gut bezahlten Job ergattert hat, seine Studiengebühren zurückbezahlen oder seine Familie ernähren kann. Es ist ja kein Geheimnis, dass die Jobs, die einen ganz direkten Nutzen haben - wie Erzieher, Pfleger oder Automechaniker - schlecht bezahlt sind. Wenn man dann die Menschen mit sinnlosen Jobs vor die Wahl stellt, ihr Einkommensniveau zu senken - und somit den Lifestyle aufzugeben, den sie sich aufgrund des Einkommens leisten können - und stattdessen etwas Sinnvolles, aber eben schlechter Bezahltes zu machen, lehnen die meisten dankend ab.“ Das Interview: https://www.heise.de/tp/features/Arbeit-ueber-alles-4266546.ht

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31.12.2018 01:00 von Harald Buwert

„Nur wer arbeitet, soll auch essen.“ - Franz Müntefering, 2006

„Die SPD steht für ein Recht auf Arbeit – und nicht für bezahltes Nichtstun.“ - SPD-Vorsitzende Andrea Nahles in der Welt am Sonntag, am 30.12.2018, über ein bedingungsloses Grundeinkommen.
Erwerbsarbeit: Es wird Zeit, den Glauben an die Plackerei zu überwinden, denn er macht krank und dumm … Lange Arbeitszeiten schädigen das Kurzzeitgedächtnis, sie beeinträchtigen die Fähigkeit zu logischem Denken, und sie hemmen den Sprachfluss. Zu diesem Ergebnis kam vor einigen Jahren eine Langzeitstudie unter der Leitung des finnischen Instituts für Arbeitsmedizin. Über sieben Jahre hinweg wurden 2.214 Angestellte des öffentlichen Dienstes in London beobachtet und befragt. Wer mehr als 55 Stunden pro Woche arbeitete, schnitt im Vergleich zu Kollegen mit 40 Wochenstunden und weniger bei entsprechenden Tests deutlich schlechter ab. Das galt auch dann noch, wenn Faktoren wie Alter, Einkommen oder Bildung berücksichtigt wurden. Da in den meisten Jobs ein gewisser Grad an Kompetenz eine wichtige Einstellungsvoraussetzung ist, gehen die Forscher davon aus, dass Karrieristen und Workaholics ungesünder leben und an Geisteskraft verlieren. - Quelle: https://www.freitag.de/autoren/cbaron/du-musst-dein-leben-aendern

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